Friday, January 13, 2006

2. Essay

In diesem Essay möchte ich mich mit dem Strukturalismus von Lévi-Strauss auseinandersetzen. Ich werde den zentralen Interessen und der Frage, wie der strukturalistische Ansatz aus heutiger Sicht zu bewerten ist, nachgehen. Gegen Ende werde ich auf den Poststrukturalismus und auf einige seiner Vertreter eingehen.

Der Strukturalismus kann als erste bedeutendere Theorie nach dem 2. Weltkrieg gesehen werden. [1]
Seinen Höhepunkt fand er in den 60er und 70ern des 20. Jahrhunderts und hier vor allem in Frankreich. Aber worauf stützt sich nun diese Theorie? Eine Grundidee findet sich unter anderem in der Linguistik. Der schweizerische Sprachwissenschaftler Ferdinand de Saussure unterschied zwischen der synchronen und der diachronen Betrachtung der Sprache, also zum einen die Aufnahme und Betrachtung zu einem bestimmten Zeitpunkt, zum anderen im Lauf der Zeit mit all den historischen Entwicklungen. De Saussure beschäftigte sich auch mit der Semiologie, der Bedeutung von Zeichen. [2] Diese Bewegung fand innerhalb der Linguistik statt, kommen wir nun zur Anthropologie und dem Begründer des Strukturalismus, nämlich Claude Lévi-Strauss, der 1908 in Brüssel geboren wurde. Er studierte Philosophie und Recht, unterrichtete einige Zeit an einem Lycée und lehrte später unter anderem an der Universität in Sao Paulo (1935-1938). [3]

Einfluss auf den Strukturalismus hat – wie bereits erwähnt – die Theorie von Ferdinand de Saussure, Sprache ist ein System von verschiedenen Zeichen (Strukturen). Lévi-Strauss versucht diese auf die Kultur umzulegen. Weiters wurde Lévi-Strauss, Schüler von Marcel Mauss, vom Funktionalismus sowie von soziologischen Ideen von Émile Durkheim beeinflusst. [4] Seine zwei wichtigsten Ansätze sind:
Das Thema der Religion bei Durkheim wird zum Thema des Mythos bei Lévi-Strauss und
was Mauss (in „Die Gabe“) behandelt, was soziale Bande zwischen Menschen ausmacht, findet sich bei Lévi-Strauss in seinen Arbeiten über Verwandtschaft.


Seine bedeutendsten Werke:

„Les Structures Élémentaires De La Parenté“ (1949) „Die elementaren Strukturen der Verwandtschaft“ (1981)
„Tristes Tropiques“ (1955) – „Traurige Tropen“ (1963)
„La Pensée Sauvage“ (1962) – „Das wilde Denken“ (1968)
„Les Mythologiques I – IV“ (1964-1971) – „Mythologica“


Edmund Leach vermittelt in seinem Werk „Claude Lévi-Strauss zur Einführung“ ein, wie ich finde, sehr schönes Bild, wie man sich das Werk von Lévi-Strausse vorstellen kann: er vergleicht es mit einem dreizackigen Stern. In der Mitte steht das autobiographische Werk „Traurige Tropen“. Der ersten Zacke entspricht seine Verwandschaftstheorie, der zweiten die Logik der Mythen und der dritten die Theorie der primitiven Begriffsbildung. [5]

„Die elementaren Strukturen der Verwandtschaft“
In „Les Structures Élémentaire De La Parenté“ thematisiert Lévi-Strauss das Inzesttabu. Er glaubt der Frauentausch sei ein allgemeines Naturgesetz. Dabei verfolgt er die sozialdarwinistische Theorie – wie schon zuvor in ähnlicher Weise Edward Tylor im 19. Jahrhundert – dass die Erklärung dafür die Evolution sei. Männer seien vor der Wahl gestanden, entweder ihre Frauen anderen Männern zu geben oder sich durch ebendiese töten zu lassen, würden sie dies nicht tun. Deswegen die Entscheidung für die Exogamie. Die Ehe funktioniere innerhalb einer Art Tauschsystem. [6]

„Traurige Tropen“
Edmund Leach teilt die Sozialanthropologen zu Beginn seines bereits erwähnten Werks „Claude Lévi-Strauss zur Einführung“ in zwei verschiedene Gruppen: zum einen, diejenigen Wissenschaftler, die sich James Frazer als Vorbild genommen haben und diejenigen, die die Methode von Bronislaw Malinowski für wichtiger und richtig halten. Claude Lévi-Strauss sei ein „Sozialanthropologe in der Tradition von Frazer, wenn er auch einen eigenen Stil entwickelt hat.“ [7] Lévi-Strauss vertrat eine gegensätzliche Meinung als Malinowski wie die ersten Sätze seines sehr autobiographischen Werks „Tristes tropiques“, zu Deutsch „Traurige Tropen“ zeigen: „Ich verabscheue Reisen und Forschungsreisende. Trotzdem stehe ich im Begriff, über meine Expeditionen zu berichten.“ [8] Er war also kein klassischer Feldforscher in Malinowskis Sinn.
Trotzdem beleuchtet Lévi-Strauss den Beruf des Ethnologen in „Traurige Tropen“ näher während er sich auf „Feldforschung“ in Brasilien befindet.

„Mythologica“
Lévi-Strauss denkt, dass sich die Mythen ihre wichtigsten Struktureigenschaften über die Jahrhunderte hinweg bewahrt haben. Mythen denken sich von selbst. Ein Mythos wurde in die Welt gesetzt und hat sich natürlich weiterentwickelt, aber nicht durch den Menschen. Der Mythos besitzt eine Eigenlogik, der Mensch ist nur das Medium. Lévi-Strauss unterteilt die Mythen in Mytheme, kleine Einheiten. Diese Abschnitte seien leicht zu erkennen und überall vorhanden. [9]

Binäre Opposition:
Was in all seinen Werken eine wichtige Rolle spielt, ist die binäre Opposition.
Lévi-Strauss meinte, binäre Oppositionspaare seien in den Strukturen des menschlichen Denkens überall vorhanden. Edmund Leach zieht zur Erklärung das bekannte „Ampelbeispiel“ heran. Es gibt eine Reihe von binären Gegensatzpaaren, so auch bei den Farben. Zum Beispiel wird rot oft, wenn nicht sogar immer mit etwas Negativem in Verbindung gebracht, grün hingegen, als etwas Positives angesehen. So auch bei schwarz – weiß, wir sprechen nicht nur von „Schwarz – weiß Malerei“ wir handeln auch oft danach. Aber zurück zum „Ampelbeispiel“. Hier zeigt uns Leach nämlich, dass die Abfolge rot – gelb – grün nicht zufällig gewählt wurde. Rot wird als Gefahr gedeutet. Das Farbspektrum verläuft kontinuierlich, zwischen rot und grün sind Gelbtöne zu finden. Deswegen ist der Übergang bei der Ampel von rot auf grün bzw. von grün auf rot nicht zufällig gelb, sondern weil es in der Natur ebenfalls so ist. [10] Binäre Gegensatzpaare folgen immer dem Grundgegensatz von Natur und Kultur. [11] Durch die Wahrnehmung der Natur könne daher Wichtiges über das Denken von verschiedenen Gesellschaften gesagt werden.

Kritik:
Claude Lévi-Strauss hat in späteren Schriften auch Kritik an sich selbst geübt. Was aus heutiger Sicht sicher nicht mehr zu akzeptieren ist, ist seine Aussage, dass alles im menschlichen Denken auf Binarität (siehe letzter Absatz) zurückzuführen ist. Heute sprechen wir vom „Vernetztem Denken“, schon allein der Name sagt, dass ein binäres Gegensatzpaar nicht ausreichend sein kann, denn zwei Teile ergeben noch lange kein „Netz“.
Ein weiterer Irrtum ist seine Ansicht, dass alle Formen der Verwandtschaft auf Frauentausch beruhen. Diese „Universalität des Frauentausches“ ist erwiesenermaßen falsch. [12]
Andere Kritiker bemängeln, dass sich seine Theorie nicht ausreichend mit den sozialen und historischen Phänomenen auseinandersetzt.
An der Person Lévi-Strauss wird immer wieder kritisiert, dass er keine intensiven Feldforschungen betrieben hat und dass er sich oftmals nur des Materials betätigte, dass seine Hypothesen unterstrich, sich aber nie mit dem Material auseinandersetzte, welches als widersprüchlich galt. [13]
Doch neben all der Kritik darf man natürlich auch seine Verdienste nicht außer Acht lassen. Zum Beispiel geht die Allianztheorie im Verwandtschaftssystem auf seinen Ansatz zurück, dass Verwandtschaft nicht nur auf die Herkunft zurückgeführt werden soll, sondern auch von den Heiraten abhängt.

Poststrukturalismus:
Eine neue Theorie bringt neben den Anhängern ebenso Kritiker hervor. Der wie der Strukturalismus hauptsächlich in Frankreich angesiedelte Poststrukturalismus ist ebenfalls interdisziplinär. Die wichtigsten Persönlichkeiten in diesem Zusammenhang, sind der Literaturkritiker Jacques Derrida, der marxistische Autor Louis Althusser, der Psychoanalytiker Jacques Lacan, der Soziologe und Anthropologe Pierre Bourdieu und der Philosoph Michel Foucault. Hier fällt auf, dass die meisten der genannten Personen keine Anthropologen sind, sondern vielmehr aus den verschiedensten Disziplinen kommen. Der größte Einfluss auf die Anthropologie (vor allem von Althusser, Lacan und Derrida) findet man in der feministischen sowie in marxistischen Theorien wieder.
Der Psychoanalytiker Jacques Lacan beschäftigte sich mit der feministischen Anthropologie. Er sieht die Sprache als wichtiges Instrument zur Definition von Identität. [14]


Obwohl einige Punkte im Strukuralismus aus heutiger Sicht nicht mehr zu vertreten sind, kann nicht bestritten werden, dass Claude Lévi-Strauss einer der wichtigsten, wenn nicht sogar der bedeutendste Ethnologe in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist.




[1] Eriksen, Thomas Hylland: Small Places, Large Issues. An Introduction to Social and Cultural Anthropology. Second Edition. 2001, London, Pluto Press. Seite 9
[2] Barnard, Allan. History And Theory In Anthropology. Cambridge 2000, Cambridge University Press. Seite 121
[3] Parkin, Robert. One Discipline, Four Ways: British, German, French, and American
Anthropology. Chicago 2005, University of Chicago Press. Seite 208
[4] Der Große Brockhaus in 12 Bänden, 18. Auflage, 7. Band. Wiesbaden 1979, F. A.
Brockhaus
[5] Leach, Edmund. Claude Lévi-Strauss zur Einführung. Hamburg, Junius 1998. Seite 10
[6] Leach, Edmund. Claude Lévi-Strauss zur Einführung. Hamburg, Junius 1998. Seiten
116-118
[7] Leach, Edmund. Claude Lévi-Strauss zur Einführung. Hamburg, Junius 1998. Seite 8
[8] Lévi-Strauss, Claude. Traurige Tropen. Suhrkamp Taschenbuch Verlag 1978. Seite 9
[9] Leach, Edmund. Claude Lévi-Strauss zur Einführung. Hamburg, Junius 1998. Seite 63 ff
[10] Leach, Edmund. Claude Lévi-Strauss zur Einführung. Hamburg, Junius 1998. Seiten
24-27
[11], [12] Gingrich, Andre. Erkundungen: Themen der ethnologischen Forschung. Wien,
Böhlau 1999. Kapitel 11 Wege zur transkulturellen Analyse. Der Strukturalismus
[13]
http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~tkirrste/strukturalismus.html 09.01.2006
[14] Barnard, Allan. History And Theory In Anthropology. Cambridge 2000, Cambridge University Press. Seiten 140-141

Friday, November 25, 2005

1. Essay

Welche Spezifika seines Werkes machen Durkheim zu einem wichtigen Einflussgeber der anthropologischen (bzw. sozialwissenschaftlichen) Theorienbildung des 20. Jahrhunderts? Worin bestehen die Neuerungen im Denken Durkheims, die spätere Forschungsrichtungen inspirierten?
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Im folgenden Essay möchte ich auf die Neuerungen im Denken Durkheims und auf seine Hauptwerke eingehen, sowie seinen Einfluss auf andere Wissenschafter erwähnen.

Émile Durkheim wurde am 15. April 1858 in Épinal in Frankreich geboren. Er stammte aus einer teils jüdischen (sein Vater, sein Großvater und sein Urgroßvater waren Rabbiner [1]), teils katholischen Familie, wandte sich jedoch in seiner Jugend bald von der Religion ab, „He thereafter treated religion agnostically as a social phenomenon demanding sociological explanation (from the mid 1890s it was increasingly central to his thought) …” [2].
Nach seinem Studium an der École Normale Superieure in Paris, unterrichtete er Philosophie an öffentlichen Schulen, 1896 wurde er der erste Professor für Sozialwissenschaften in Frankreich an der Universität Bordeaux. [3]

Durkheim hatte einen sehr interdisziplinären Zugang zur Wissenschaft, verstand sich aber selbst als Sozialwissenschaftler. Er gilt als Mitbegründer der französischen Soziologie und bemühte sich um eine Begründung dieser als empirische Wissenschaft („Les règles de la méthode sociologique“, 1895). Aus anthropologischer Sicht kann man kritisieren, dass er ein „armchair anthropologist“ war, was bedeutet, dass er nie selbst Feldforschung betrieben hat, sondern sich auf Materialien und Daten von anderen verlassen hat.
Seine früheren Werke, wie zum Beispiel „Suicide“, sind eher soziologisch geprägt, wohingegen seine späteren Werke von großem anthropologischem Wert sind.



Seine Hauptwerke:

Ein wichtiges Werk schuf Durkheim mit seiner Dissertation 1893 „De la division du travail social – Über die Teilung der sozialen Arbeit“. Anknüpfungspunkt ist die Theorie von Jean-Jacques Rousseau, der die Meinung vertrat, es existiere ein Gesellschaftsvertrag, der das friedliche Leben der Menschen in einer Gesellschaft regelt. Durkheim fragt sich nun, wie eine Masse an Individuen zu einer Gesellschaft wird und wie die soziale Ordnung hergestellt wird. Hier unterscheidet er zwischen der organischen und der mechanischen Solidarität:

· Organische Solidarität:
In den mehr und mehr industrialisierten Ländern, wie zum Beispiel Durkheims Heimatland Frankreich, kommt es auch immer mehr zur intensiven Arbeitsteilung mit der Folge der Spezialisierung. Ein Individuum wird somit von anderen Menschen der Gesellschaft abhängig. Die Grundlage für das Funktionieren des Systems ist die organische Solidarität, die, so Durkheim den Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft fördert.
· Mechanische Solidarität:
Die traditionelle Gesellschaft unterscheidet sich von der modernen Gesellschaft unter anderem im Grad der Arbeitsteilung. In nicht oder wenig industrialisierten Gesellschaften sind die Mitglieder nicht so stark von einander abhängig, da die Arbeitsteilung nicht in so hohem Maß vorangeschritten ist und die Menschen innerhalb einer Gesellschaft ähnliche Arbeiten verrichten. Durch diese gemeinsame bzw. ähnliche Arbeit entsteht eine gemeinsame Identität. Hier spielt die Religion eine größere Rolle, während sie in industrialisierten Gesellschaften immer unwichtiger zu werden scheint.

1897 verfasste Durkheim das Werk „Le Suicide“, in welchem er auf die Selbstmordraten verschiedener Länder und verschiedener Religionen eingeht. Er fand unterschiedliche Zugänge, warum so eine Tat begangen werden kann. Zum einen kann der Selbstmord als altruistisch, also selbstlos oder uneigennützig gesehen werden, zum anderen als egoistisch, weiters als anomisch. Der Begriff der Anomie, den Durkheim in die Soziologie einführt, bedeutet einen Rückgang der sozialen Werte und Normen. Damit meint er, die Gesellschaft hat es verabsäumt, dem Individuum zu helfen, es in Krisensituationen zu unterstützen. [4] Dieser neue Begriff prägte seit seiner Einführung die Soziologie.

Ein Jahr später, 1898 erschien das erste interdisziplinäre Journal „Année sociologique“. Es enthielt Monographe, sowie Abhandlungen beziehungsweise Kritiken von wissenschaftlichen Arbeiten in den verschiedensten Disziplinen. Dieser interdisziplinäre Zugang zur Wissenschaft war revolutionär und regte zu dieser Zeit die wissenschaftliche Diskussion stark an. Die Betreuung des Journals kostete Durkheim viel Energie. Nach seinem Tod 1917 übernahm sein Neffe Marcel Mauss diese Aufgabe.
Im Bereich der Anthropologie beschäftigten sich Durkheim und die anderen Wissenschaftler am meisten mit der Religionsanthropologie [5].

In „Les Formes élémentaires de la vie religieuse – Die elementaren Formen des religiösen Lebens“ (1912) beschäftigt sich Durkheim mit der Frage, welche Rolle die Religion in „frühen“ Kulturen spielt. Er nimmt eine Teilung zwischen dem Sakralen, dem Heiligen und dem Profanem, dem Weltlichen vor. „…and take the sacred as their [religions] special concern.” [6] Durkheim glaubte diese Trennung zwischen Profanem und Sakralem in allen Bereichen des Lebens zu sehen, was aus heutiger Sicht bestimmt überholt ist. Um nun herauszufinden, was allen Religionen gemeinsam ist, beschäftigt er sich mit „primitiven“ Religionen und den „Wurzeln“ dieser, Animismus, Naturalismus und Totemismus, wobei Durkheim letzteres bevorzugt, er sieht den Totemismus als die früheste Form von Religion an. Verehrung eines Totems ist in Wahrheit Selbstverehrung eines Clans, weil das Totem letztendlich für diesen Clan steht. Verehren die Mitglieder des Clans nun das Totem in verschiedenen Ritualen, verehren sie sich selbst. Zur Untersuchung zog er Daten über die australischen Aborigines und die Native North Americans heran.
Mit diesem Thema setzt sich auch das Werk „Primitive Classification“ (1903), das Durkheim gemeinsam mit Mauss geschrieben hat, auseinander. [7]


Durkheims Einfluss:

Neben den Einfluss, den Durkheim auf die Soziologie ausübte, beeinflusste er auch Richtungen innerhalb der Anthropologie, vor allem den britischen Funktionalismus (Bronislaw Malinowski, Alfred Radcliffe-Brown) und den französischen Strukturalismus (Claude Lévi-Strauss). Man spricht heutzutage auch von „Durkheimianism“ und den „Durkheimians“.

Claude Lévi-Strauss „…much of his [Lévi-Strauss’) thought is derived directly from the tradition of Durkheim and Mauss (especially the latter, whose essay The Gift influenced his ideas on kinship and marital exchange).” [8]

Mauss „Like Radcliffe-Brown, Mauss was inspired by Durkheim, but in a very different way. Rather than developing ‘a natural science of society’ complete with ‘laws’, his project consisted in describing and classifying greatly different societies in order to look for structural similarities.” [9]

Sein Schüler Robert Hertz arbeitete ausgehend von der Dichotomie sakral – profan von Durkheim über die Sünde [10].
Maurice Halbwachs scheute sich zwar nicht davor, manche Aspekte Durkheims Arbeit zu kritisieren (vor allem Teile der Arbeit „Le Suicide“), stimmte aber mit seinen Grundprinzipien überein. [11]
Weiters beeinflusste er Maurice Halbwachs und Henri Hubert.

Émile Durkheim starb am 15. November 1917 im Alter von 59 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls.
Mit seinen drei bedeutendsten Werken „De la Division du travail social“, „Les règles de la méthode sociologique“ und „Le Suicide“, aber auch mit anderen Arbeiten, brachte er Neuerungen im Denken und beeinflusste viele seiner Nachfolger nachhaltig. Er trug einen wesentlichen Teil dazu bei, dass die Soziologie heute als empirische Wissenschaft gilt.





[1] http://durkheim.itgo.com/biography.html 22.11.2005

[2], [3] International Encyclopedia Of The Social & Behavorial Sciences – Volume 6.
Seiten 3898 – 3903. Elsevier, 2001.

[4] Parkin, Robert. One Discipline, Four Ways: British, German, French, and American
Anthropology. Chicago 2005, University of Chicago Press. Seite 179

[5], [6] Barnard, Allan. History And Theory In Anthropology. Cambridge 2000, Cambridge
University Press. Seite 64

[7] Parkin, Robert. One Discipline, Four Ways: British, German, French, and American
Anthropology. Chicago 2005, University of Chicago Press. Seiten175, 176

[8] Barnard, Allan. History And Theory In Anthropology. Cambridge 2000, Cambridge
University Press. Seite 125

[9] Eriksen, Thomas Hylland: Small Places, Large Issues. An Introduction to Social and
Cultural Anthropology. Second Edition. 2001, London, Pluto Press. Seite 17

[10] Parkin, Robert One Discipline, Four Ways: British, German, French, and American
Anthropology. Chicago 2005, University of Chicago Press. Seite 177

[11] Parkin, Robert. One Discipline, Four Ways: British, German, French, and American
Anthropology. Chicago 2005, University of Chicago Press. Seite 193

Monday, October 24, 2005

halloooooooo!